++ Pantha Du Prince [dial]
++ Heiko MSO [ongaku, playhouse]
++ The Ohohohs [könichreich]
++ Peter Schumann [copyiot]
++ Bo Irion [session deluxe, kaliber 7]
++ Suse [exzess]
++ Mr. Rod [phonosynthese, elektrolux]
++ Ölverteiler [könichreich]
++ Grille & Steve Simon [toxic family]
++ Dennis Babion [delusion]
++ Dr. Flow [toottoot.de]
++ Andy Düx [overdrive rec]
++ Sophie Nixdorf [overdrive rec]
++ Pete Hill [overdrive rec]
Der Tanz in den Mai ist der blumige Gegenpol zu Silvester und hat seinen festen Platz in den meisten Partykalendern. So gehört diese Nacht auch im Tanzhaus zu den wichtigsten Terminen des Jahres. Mit einem fulminanten und blumig bunten Programm wollen wir euch diese Frühlingsnacht versüßen und in den Tag der Arbeit tanzen. Mit Pantha Du Prince kommt einer der wichtigsten Acts der internationalen Technoszene zu uns. Mit Heiko MSO haben wir einen der großen Wegbereiter mit im Boot. Noch mehr Farbe und Vielfalt bringen unser Residents und lokalen Heroen ins Programm.
Über den Ursprung der Musik gibt es viele Theorien. Eine besagt, das erste Lied sei ein „Gute Nacht Song“ für Kinder gewesen, eine andere, dass Männer angefangen hätten zu musizieren, um den Frauen zu gefallen. Hendrik Weber alias Pantha du Prince kümmert sich nicht um solche Genealogien. Denn Musik ist auch ohne die Menschen immer schon da. Auf seinem neuen Album behauptet der in Berlin und Paris lebende Produzent und DJ: Die Musik schlummert in der Materie, jeder Sound, selbst Stille ist schon Musik. Deshalb gilt es, das Ungehörte und Unerhörte hörbar machen: Den schwarzen Lärm, eine für den Menschen unhörbare Frequenz. Oft kündet Black Noise von Naturkatastrophen, von Erdbeben oder Fluten, nur manche Tiere können diese „Stille vor dem Sturm“ hören. Black Noise ist etwas Archaisches und Lehmiges. Einige Stücke auf dem dritten Pantha du Prince-Album – und dem ersten, das auf Rough Trade erscheint - sind aus gemeinsam mit Joachim Schütz(Arnold Dreyblatt Trio) und Stephan Abry (Workshop) aufgenommenen Feldaufnahmen und Improvisationen in den Schweizer Bergen entstanden. Es stellte sich heraus, dass das Haus, in dem sie dort wohnten, neben einem Schuttberg stand, der nach einem Erdrutsch ein ganzes Dorf begraben hatte. Das Cover von „Black Noise“ erinnert an diese Verlustgeschichte. Auf der Suche nach dem magischen akustischen Moment wühlt sich Pantha du Prince durch das Klanggeröll. Er verwandelt die Materialität der auf der Schweizer Alm vorgefundenen oder eingespielten Fundamentalklänge (Naturgeräusche und Avantgarde-Folklore) in eine weit ausholende, höchst spekulative Klangarchitektur. Die Musik auf Black Noise bewegt sich dabei immer auf der rutschigen Schwelle zwischen Kunst und Natur, Techno und Folklore.
Heiko MSO zählt inzwischen zu den Urgesteinen der Frankfurter Party-Szene und blickt auf mehr als 20 Jahre Karriere im Musikbusiness zurück. Was mit 16 Jahren mit geliehenem DJ-Equipment begann, wuchs schnell. Als 1991 der erste, ursprüngliche ``Delirium´´ Recordstore öffnet, arbeitet er dort 6 Jahre im Ein- und Verkauf. Zusammen mit Ata und Atom Heart produziert Heiko 1992 unter dem Pseudonym „Ongaku“ den Titel „Mihon“, der auf „POD Communication“ veröffentlicht wird und nur kurze Zeit später erscheint dort auch seine erste eigene Soloplatte M/S/O „Trax“, die ebenfalls mit den gleichen Maschinen und unter der Zusammenarbeit mit Atom Heart entsteht. Im gleichen Jahr werden Ata und Heiko Resident DJs im Frankfurter Club „XS“, später besser bekannt unter den Namen „The Box“ und gründen kurz drauf ihr eigenes Label „Ongaku Musik“. Nachdem Roman Flügel und Jörn Elling Wuttke (anfangs als Acid Jesus, heute besser bekannt als „Alter Ego“) sich dem DJ und Labelteam anschließen, gründen sie 1993/94 gemeinsam die beiden Sublabels „Klang Elektronik“ und „Playhouse“.
Tanzhaus West & Dora Brilliant | 23:00 Uhr | Techno, House, Minimal